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Sigismund Dijkstra ist der Kopf des redanischen Geheimdienstes von König Wisimir. Er hat an der Akademie Oxenfurt studiert, jedoch keinen Magistergrad erlangt. Als Wisimir bei einem Attentat während der nördlichen Kriege ums Leben kam, führte während der Übergangszeit ein Regierungsrat das Land unter der Leitung von Sigismund Dijkstra.

Dijkstras Geliebte hieß Marie, die Frau von Marquis de Mercey. Dijkstras persönlicher Assistent war Ori Reuven, der bekannt war für seine ausgezeichnete Spürnase bei Ermittlungsarbeiten. Weitere Mitarbeiter Dijkstras waren Voymir und Jan Lennep.

Gelegentlich arbeitet Sigismund Dijkstra mit Zauberern und Magiern zusammen, wenn es den Ermittlungen hilft. Philippa Eilhart ist eine enge Mitarbeiterin von Dijkstra. Und gelegentlich arbeitet Rittersporn für ihn, wenn ihm die Aufgabe passt und der Lohn. Der Barde ist an vielen Königshöfen ein gern gesehener Gast mit seinen Balladen und bekommt so manche Information mit.

Siehe auch Sigi Reuven


Sigismund Dijkstra erscheint immer wieder in allen fünf Romanen der Geralt-Saga.
Am Ende von "Die Dame vom See" ("Pani jeziora") trifft Boreas Mun in der Wildnis vom Elskerdeg-Pass einen über zwei Meter großen Reisenden, der in Begleitung eines Elfen ist. Der hünenhafte Mann stellt sich als Sigi Reuven vor. Ohne jeden Zweifel ist der Mann Dijkstra, der gezwungen war, aus Redanien zu fliehen, nachdem er Philippa Eilhart erzählt hatte, dass er einer heißen Spur nachging, die zu den Verschwörern führt, die König Wisimir ermordet hatten. Nach einem Anschlag auf sein eigenes Leben erkannte Dijkstra, dass er der falschen Person vertraut hatte.

LiteraturstellenBearbeiten

Rittersporns Gedanken über Dijkstra:

Dijkstra, Chef der Geheimdienste König Wisimirs von Redanien, sah nicht wie ein Spion aus. Insbesondere wich er weit von dem Klischee ab, wonach ein Spion klein, dünn, rattenhaft sein und kleine, stechende Augen unter der schwarzen Kapuze hervorblitzen lassen muss. Wie Rittersporn wusste, trug Dijkstra niemals Kapuzen und zog Kleidung in hellen Tönen vor. Er war etwa sieben Fuß groß und wog wahrscheinlich an die zwei Zentner. Wenn er die Arme vor der Brust verschränkte – und das tat er gern –, sah es aus, als hätten sich zwei Pottwale auf einen Blauwal geworfen. Was Gesichtszüge, Haarfarbe und Teint anging, so erinnerte er an einen frisch gescheuerten Eber. [...] dieser eberähnliche Riese, der den Eindruck eines ewig schläfrigen, aufgedunsenen Trottels machte, verfügte über einen unglaublich lebhaften Verstand. Und über erhebliche Autorität. Eine am Hofe König Wisimirs beliebte Redensart lautete, dass, wenn Dijkstra behaupte, es sei Mittag, während ringsum undurchdringliche Finsternis herrsche, man sich allmählich Sorgen um das Schicksal der Sonne machen müsse.
Das Erbe der Elfen, Ausgabe dtv 2008 , S. 240


Codringher zu Geralt über Dijkstra:

"(...) Dijkstra, der Chef des redanischen Geheimdienstes. Dijkstra irrt sich selten, man kann also annehmen, dass er auch diesmal recht hat. (...)"
Zeit der Verachtung, Ausgabe dtv 2009 , S. 29


Codringher zu Geralt über Dijkstra:

In der Stube erwartete ihn nicht der Burgvogt, sondern jener andere, der Großmächtige und Dicke. Aplegatt kannte ihn - es war Dijkstra, der Vertraute des Königs. Dijkstra war, wie Aplegatt wusste, bevollmächtigt, Botschaften zu hören, die ausschließlich für die Ohren des Königs bestimmt waren.
Zeit der Verachtung, Ausgabe dtv 2009 , S. 57


Geralt begegnet Dijkstra bei dem Bankett auf Thanedd:

"Die Freude ist ganz meinerseits", versicherte der Chef des Geheimdienstes König Wisimirs, "dich wiederzusehen, Yennefer. Zumal in so lieber Gesellschaft. Herr Geralt, meine tief empfundene Wertschätzung ..."
Geralt verkniff sich die Versicherung, seine Wertschätzung sei noch tiefer empfunden, drückte die ihm dargebotene Hand - oder versuchte es vielmehr, denn ihre Ausmaße überstiegen das normale Maß und machten einen Händedruck praktisch unmöglich.

Zeit der Verachtung, Ausgabe dtv 2009 , S. 140


König Esterad zu Dijkstra:

"Du bist ein schrecklicher Hurensohn", wiederholte der König. "Aber ein ordentlicher und anständiger Hurensohn. Und so etwas findet man in unseren lausigen Zeiten selten."
Der Schwalbenturm, Ausgabe dtv 2010 , S. 355

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