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Ich bin nicht in Höchstform, bewahre, aber wäre ich ein Mensch, würde ich wohl als Halbgott durchgehen.
-Regis zu Geralt ("Auf der Spur")
SchwalbenturmRegis

Regis auf dem spanischen Cover "Der Schwalbenturm" Illustration Alejandro Colucci

Emiel Regis Rohellec Terzieff-Godefroy, oder kurz Regis (geboren 840) war ein höherer Vampir, der ein direkter Nachfahre jenen Kreaturen ist, die durch die Sphärenkonjunktion in die Welt gelangt waren und nicht wieder zurück konnten.
Regis ist ein Freund von Geralt. Als die beiden sich kennen lernten, war Regis bereits über vierhundert Jahre alt. Er arbeitete in einer Badestube (In der Mittelalterwelt waren Bader keiner Leute mit Handtüchern, sondern Ärzte ohne Doktortitel, die sich mit kleineren chirugischen Eingriffen beschäftigten.) und war Heilkundler in Dillingen, eine ungewöhnliche Anstellungen für jemanden mit hohem Intellekt. Geralt und seine Gruppe (zu diesem Zeitpunkt bestehend aus Milva und Rittersporn), Zoltan und seine Gefährten trafen Regis das erste Mal an einem ungewöhnlichen Ort – auf einem Friedhof. Am Rande des Fen Carn hatte er sich in einer kleinen Hütte ein wahres Alchemielabor eingerichtet. (Das Alchemielabor war lediglich ein Destillierapparat und ein Haufen abgelagerter Alraunenwurzeln.) Mit Zutaten, die auf dem Elfenfriedhof wuchsen, bereitete er seltene Elixiere zu, unter anderem einen Mandragoratrank.
Regis war immer von einem Kräuterduft umgeben. Er hatte das Äußere von einem Mann in den mittleren Jahren, eine "edel gekrümmte" Nase, angegrautes Haar und stechend schwarze Augen. Wenn er lächelte, dann zumeist mit geschlossenen Lippen. Seine spitzen und scharfen Vampirzähne entblößte er nur, wenn er es für angebracht hielt. Regis fand großen Gefallen daran, die allgemein gültigen Mythen über Vampire zum Einsturz zu bringen, in denen es heißt, man tötet einen Vampir mit einem Holzpflock und er fürchtet Knoblauch. Bei einem Bankett auf dem Schloss von Anna Henrietta erzählte er von einem Erlebnis, das genau das Gegenteil darstellte.


Regis schloss sich Geralt und seinen Gefährten an, da er aufgrund der Kriegswirren einerseits keine Möglichkeit sah, in sein Dorf zurückzukehren, und er andererseits es auch nicht ratsam fand, unter diesen Umständen in der Einöde zu bleiben. So erklärte es jedenfalls Regis. Daß mit Regis irgendetwas nicht stimmte, wurde bei einem sogenannten Gottesgericht offenbar, als er ein glühendes Hufeisen aus dem Feuer nahm, ohne, daß es ihm schadete. Als Regis später Geralt und Rittersporn aus einem Truppenlager vor dem Galgen rettete, indem er die Wachposten einschlafen liess, wurde seine Vampirnatur offenbar. Das anfängliche Entsetzen von Rittersporn, Milva und Cahir legte sich, als Regis erklärte, er habe dem Trinken von Blut für immer entsagt. Als die Gruppe in Beauclair überwinterte, hatte er ein kurzes Verhältnis mit einer Succubus.
Während der gemeinsamen Reise erzählte er von seiner Vergangenheit. Als er noch jünger war, hatte er viel unsinnige und grausame Taten begannen. Es gab eine Zeit, da hatte er einer Vampirin zu Liebe aufgehört zu trinken (In der Hexerwelt von Andrzej Sapkowski bekommen die Vampire eine Art Alkoholrausch durch das Trinken von Blut). Als sie ihn verließ, wurde er rückfällig und trank noch mehr als vorher.
Regis fing an betrunken zu fliegen, was in seinen Gesellschaftskreisen unverzeihlich ist. Als er wieder einmal zu viel getrunken hatte und dann noch fliegen wollte, fingen ihn aufgebrachte Bauern. Sie schlugen ihm den Kopf ab, pfählten sein Herz mit einem Holzstab und begruben ihn. Regis brauchte fast fünfzig Jahre, um sich wieder zu regenerieren. Aber schließlich erholte er sich vollends. Hiernach änderte Regis komplett seinen Lebensstil und hörte auf mit dem Trinken.
Der Vampir hatte sich kurzzeitig einen vierbeinigen Gefährten zugelegt und ihm den Namen "Draakul" gegeben.
Letztendlich wurde Regis von Vilgefortz getötet, indem er ihn verbrannte. Es war mehr eine Einschmelzung mit Hilfe von Magie als eine Verbrennung. Geralt war einer seiner letzten Freunde, die er zu diesem Zeitpunkt noch hatte.

Regis ist ein Charakter aus den Romanen "Feuertaufe" ("Chrzest ognia"), "Der Schwalbenturm" ("Wieża jaskółki") und "Die Dame vom See" ("Pani jeziora").


The Witcher 1 Bearbeiten

Im Computerspiel The Witcher wird Regis bei zwei Gelegenheiten erwähnt:

  • Auf der Party von Shani in der Quest Ein alter Freund erwähnt Rittersporn, dass Geralt einmal mit einem Vampir namens Regis befreundet war. Zoltan Chivay kennt Regis ebenfalls und bemerkt, Regis kann mit bloßen Händen glühende Hufeisen aus dem Feuer holen. Hierbei bezog er sich auf ein gemeinsames Erlebnis in "Feuertaufe".
  • In der Quest Blauauge erkennt die Königin der Nacht Geralt ebenfalls als Freund ihres Ex-Ehemannes Regis wieder. Die Königin der Nacht rechnet es Geralt hoch an, dass er mit Regis befreundet war, obwohl Regis kein Mensch war. Sie und Regis trennten sich damals, weil der Vampir zu tief ins Glas schaute.

The Witcher 3 Bearbeiten

Regis taucht im Addon Blood and Wine auf. Während der Jagd auf die Bestie kommt es frühzeitig zu einem Kampf mit dieser. Was am Anfang noch gut aussieht, endet fast mit dem Tod. Der höhere Vampir hätte Geralt mit seinen Klauen erwischt, wäre nicht eine weitere Person aufgetaucht und hätte sich mit den Worten "Er ist mein Freund" dazwischen geworfen, sodass er verletzt wurde.

Der Gejagte verschwand und der Retter entpuppte sich als Regis.

Er erzählt einem, dass Dettlaff - die Bestie von Beauclair - seine Überreste gefunden hatte. Der Kodex der Vampire gab ihm zwei Möglichkeiten: Sie ignorieren oder sich darum kümmern. Mit seinem eigenem Blut half er ihm regenerieren, was für einen Vampir sehr viel bedeutet. Er verdankt ihm nicht nur sein Leben, sondern zwischen ihnen existiert ein Blut-Band.

Im Laufe der Handlung hilft Regis dem Hexer und versucht ihm zu erklären, dass Dettlaff kein Monster ist. Er schlägt später auch vor, Syanna zu finden und Dettlaff zu bringen. Dennoch erzählt er Geralt auch von dem Unsichtbaren und begleitet einem zu ihm, sofern man sich für diesen Weg entscheidet.

Das Ende Bearbeiten

Falls es zum Kampf mit Dettlaff kommt, wird Regis ihn töten. Damit verstößt er gegen den Kodex und muss fliehen, da Vampire ihn angreifen. Er selbst sagt, dass es für ziemlich lange sein wird.

Verschont ihr Dettlaff hingegen, verstößt er nicht gegen den Kodex. Sobald Geralt im Gefängnis ist, holt er Rittersporn, der die Herzogin dazu überredet, ihn freizulassen. Regis klärt gegebenenfalls noch mit dem Hexer auf, wer das fünfte Opfer ist. Später beschließt er Dettlaff zu folgen, um ihm zu helfen, sein Gleichgewicht wiederzufinden.

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