Hexer-Wiki


Nikephor Muus war der Gerichtsschreiber von Kerack. Er war von schmächtiger Statur, mit tintenverklecksten Fingern, tiefer Stirn und - trotz seiner jungen Jahre - bereits schütterem, schulterlangem blondem Haar. Sein Auftreten war überheblich und von Geltungsbedürfnis geprägt, weshalb sein ganzes Erscheinungsbild eher abstoßend wirkte, obwohl er sich verhältnismäßig elegant kleidete.

Nachdem Muus im Lokal "Natura Rerum" versucht hatte, die Zeche zu prellen, hatte er dort Hausverbot. Danach ließ er sich noch hin und wieder vor der Tür blicken, um den Wirt zu beleidigen.

Als der Hexer Geralt von Riva nach Kerack kam, musste er seine Hexerschwerter in der Wachstube abgeben. Während Geralt in Untersuchungshaft saß, entwendete Muus die Quittung der Wachstube aus Geralts Habseligkeiten, zu denen er als Gerichtsbeamter Zugang hatte. Er ließ sich die beiden Schwerter aushändigen und wollte sie an den Verbrecherkönig Pyral Pratt verkaufen, doch dieser riet ihm, sie stattdessen ins Auktionshaus der Gebrüder Borsody in Nowigrad zu bringen.

In Nowigrad verkauften Muus und Pratts Tochter Antea Derris die Schwerter für 3366 Kronen an den Zwerg Molnar Giancardi. Sie wussten nicht, dass Giancardi die Schwerter im Auftrag der Zauberin Yennefer erwarb. Diese hatte Geralts Waffen wiedererkannt und bestrafte Muus' Habgier, indem sie die Münzen in seinem Beutel in einen Kothaufen verwandelte. Als Muus zum Prahlen ins "Natura Rerum" ging und mit dem vermeintlichen Gold um sich warf, sprach der Wirt ein erneutes Hausverbot aus und ließ Muus in die Abortgrube werfen.

Schließlich kamen die Behörden von Kerack auf Muus' Spur. Der diebische Gerichtsschreiber versuchte, sich abzusetzen. Da Muus unter Hämorrhoiden litt, was seine Flucht erschwerte, war sich der Kronanwalt Ferrant de Lettenhove sicher, dass man ihn bald fassen würde.

Nikephor Muus ist ein Nebencharakter aus dem Roman "Zeit des Sturms".