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HerrinSeeCahir

Cahir vom spanischen Cover "Die Dame vom See", Illustration Alejandro Colucci

Krew elfow 2

Cahir vom polnischen Cover "Das Erbe der Elfen", Illustration von Tomasz Piorunowski

Cahir Mawr Dyffryn aep Ceallach, kurz Cahir genannt, ist ein junger Ritter aus Vicovaro mit blauen Augen und dunklem Haar. Er ist der Sohn von Ceallach und Mawr, seine Brüder heißen Dheran und Aillil, weiterhin hat er drei Schwestern. Cahir diente als Ritter dem Herrscher von Nilfgaard Emhyr var Emreis und war dem Geheimdienst unterstellt.

Das erste Mal erscheint Cahir in dem Roman Das Erbe der Elfen als Schwarzer unbekannter Ritter, der Ciri seit ihrer Flucht aus Cintra in ihren Alpträumen verfolgt. Erst sehr viel später wird klar, wer der schwarze Ritter ist, dessen markantes Merkmal der Helm mit den Flügeln eines Raubvogels ist.

Als Cahir das erste Mal in den Romanen auftaucht, wird er als ein junger Ritter aufgezeigt, der gerade zwei Jahre im Gefängnis verbracht hat, aus dem er erwartet hatte, nur noch über den Galgen herauszukommen. Der Kaiser hatte sich entschlossen, ihm eine zweite Chance zu geben - sollte er seinen Auftrag nicht erfüllen, wartet wieder der Henker auf ihn. Weiterhin wären die Chancen auf eine Begnadigung sehr gering, eine Vergebung seiner Taten gäbe es nicht. Details gibt es zu diesem Zeitpunkt weder zu dem Vorfall vor zwei Jahren noch zu dem Inhalt des Auftrages. Erst in Die Zeit der Verachtung wird deutlich, dass Emhyr var Emreis Cahir mit der Aufgabe betraut hat, Ciri zu fangen und zu entführen.

Während des Thanedd-Aufstands führte Cahir die Scoia'tael-Gruppe von Isengrim Faoiltiarna an, begleitet von dem Magier Rience. Sie wurden von Francesca Findabair heimlich auf die Insel gelassen. Auf der Flucht vor dem Kampfgetümmel begegnet Ciri ihrem alptraumhaften schwarzen Ritter das erste Mal in der Realität. Es kommt zum Kampf, bei dem Cahir unterliegt. Doch Ciri tötet ihn nicht, lässt ihn verwundet liegen als sie ihm in Gesicht sehen kann. Sie flieht weiter. Kurz darauf trifft Geralt am Schauplatz, wütet als "weißhaariges Ungeheuer" unter den Cahir zu Hilfe geeilten Scoia'tael. Aber auch er lässt Cahir am Leben. Es stellt sich heraus, dass Cahir damals Ciri nicht entführt hat, sondern aus dem brennenden Cintra rettete und den Druiden übergab. (Das ist so nicht richtig. Cahir erzählte dem Hexer, daß Ciri nach dem Entkommen aus Cintra verschwand. Cahir hatte die schockstarre, blut- und rußverschmierte Ciri im Fluß gewaschen und sich dann erschöpft neben sie gelegt. Am Morgen war sie verschwunden.)
Nachdem der Aufstand nicht die gewünschten Resultate für Emhyr var Emreis brachte, verurteilt er den jungen Ritter in dessen Abwesenheit zum Verräter. Isengrim Faoiltiarna stellt Cahir, jedoch kann er vor der Auslieferung fliehen.

Cahir schließt sich der Gruppe von Geralt an, was kein leichtes Unterfangen für ihn war. Bis dahin hätte ihn der Hexer bei wenigstens zwei Gelegenheiten töten können - damals auf Thanedd und dann noch, als Cahir als Gefangener in einem Sarg von fliegenden Händlern transportiert und an die Nilfgaarder ausgeliefert werden sollte. Geralt akzeptierte den hartnäckigen jungen Mann jedoch später in seiner Truppe, wenn auch widerwillig und misstrauisch gegenüber seiner Sinneswandlung.
Gemeinsam mit Geralts Gefährten wird Cahir an der Jaruga-Brücke am Roten Stapel in die Schlacht um die Jaruga Brücke verwickelt, wobei sie auf Seiten von Königin Meve gegen die Nilfgaarder kämpften und die feindlichen Truppen in die Flucht schlugen. Geralt erhielt den Ritterschlag; Cahir wurde Kommandeur der Freien Kompanie und mit den königlichen Farben von Lyrien und Rivien geehrt. Jedoch war er an dieser Auszeichnung und Beförderung wenig interessiert und verließ mit Geralt und den anderen Gefährten die Truppen Meves bei nächst bester Gelegenheit.

Seine Liebe zu Ciri gesteht der junge Ritter dem Hexer kurz vor dem Angriff auf Stygga, bei dem Cahir durch Leo Bonharts Hand stirbt. Dort trifft er auch ein letztes Mal auf Ciri und verhilft ihr sowie der verletzten Angoulême zur Flucht, indem er sich Ciris Verfolger Bonhart gegenüber als Hexer ausgibt. Den erfahrenen Kopfgeldjäger kann er damit nur kurz täuschen, denn er besiegt den jungen Mann mit nur wenigen Hieben.
Obwohl zu Anfang jeder Cahir für einen Feind hielt, war er seit seinem Entschluss, Geralts Hanse beizutreten, den Gefährten ein loyaler Verbündeter, sogar ein Freund.

Die Angabe von Handlungsdetails endet hier.


Cahir Mawr Dyffryn aep Ceallach erscheint in sämtlichen Romanen der 5-bändigen Geralt-Saga: "Das Erbe der Elfen" ("Krew elfów"), "Die Zeit der Verachtung" ("Czas pogardy") , "Feuertaufe" ("Chrzest ognia"), "Der Schwalbenturm" ("Wieża Jaskółki") und "Die Dame vom See" ("Pani jeziora").

RandbemerkungenBearbeiten

  • Cahir erklärte einmal, dass er neben zwei Brüdern auch drei Schwestern habe - außer ihrer Existenz wird jedoch nichts weiter über sie verlautbart.
  • Der junge Ritter schloss sich Geralts Gefährten an, weil er in Ciri verliebt war und das Mädchen genauso wie er finden und in Sicherheit bringen will. Zu dieser Zeit ist er noch keine dreißig Jahre alt.
  • Cahir konnte zwei Finger seiner linken Hand nicht mehr krümmen, seit Ciri ihn mit dem Schwert während des Thanedd-Aufstandes verletzte.
  • Rittersporn machte sich gern über Cahirs und Regis' lange Namen lustig.
  • Cahir wurde häufig als "Nilfgaarder" angesprochen, was er jedoch immer damit korrigierte, dass er aus Vicovaro stamme.
  • Cahir war der Cousin der Zauberin Assire var Anahid.
  • Er beherrscht die Gemeinsprache fehlerfrei, was lt. Rittersporn selten vorkommt bei Nilfgaardern, doch vermutlich einer der Gründe war, warum er ins Ausland geschickt wurde, betraut mit der Entführung Ciris. (ST, S. 118)
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